Gutes vom Eltviller Tisch

Lebensmittel retten, aufbereiten, verteilen.

 
Bannerbild

News-Ticker

  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

Unsere Serie - Teil 2: Porträt der Ehrenamtlichen beim Eltviller Tisch

„Du musst raus, unter Menschen“ hat sich Ulrike gesagt, als sie in Rente ging. Zufällig hörte sie dann, dass der Eltviller Tisch jemanden fürs Büro suchte. Und da sie vorher bei der Gemeinde Kiedrich gearbeitet hatte, fiel die Entscheidung leicht – und seit fünf Jahren ist sie nun als ‚Koordinatorin‘ bei dem Verein tätig. 

So liest sich auch ihre Aufgabenbeschreibung – es gibt eigentlich nichts, was sie nicht macht: Datenpflege der Helfer:innen und Kund:innen, Verwaltung der Formulare, Mitwirkung bei Sonderaktionen, Unterstützung bei Veranstaltungen – die Liste ist lang.

Eine der Hauptaufgaben ist zweifellos die Organisation der Lebensmittelausgabe an die Kund:innen. Rund 700 Kund:innen versorgt der Eltviller Tisch regelmäßig mit Lebensmitteln, die von Unternehmen gespendet, vom Fahrdienst des Vereins abgeholt und in die Villa Weisel, den Standort des Eltviller Tischs, gebracht werden.

Und dann geht es los: Fünf bis sieben Personen sind mehrfach in der Woche nötig, um die Lebensmittel zu sichten, vorzubereiten, Tüten für bestimmte Zielgruppen zu packen. Anschließend kommen noch einmal je nach Tag drei bis vier Ehrenamtliche, die für die Ausgabe zuständig sind. 

Rund 55 sind es, die sich in Vorbereitung und Ausgabe engagieren. Und für sie alle muss ein Dienstplan erstellt werden, ausgetüftelt ist vielleicht das bessere Wort, wenn man Ulrikes Erläuterungen hört: Zunächst fragt sie die Wunscheinsatztermine ab. Um die Rückmeldungen ungestört einsortieren zu können, bleibt sie meist im Home Office – „da habe ich die Ruhe, die ich brauche“, sagt sie. Das kann man gut nachvollziehen, denn mehrmals während unseres Gesprächs geht die Tür zu ihrem Büro auf, jemand benötigt ein Formular, hat eine Frage, informiert, dass noch eine zusätzliche Lieferung angekommen ist, die sortiert werden muss. Doch Ulrike lässt sich davon nicht aus der Ruhe bringen. „Ich bin gerade mal kurz weg“, sagt sie dann, verschwindet kurz und macht danach genau da weiter, wo sie aufgehört hatte.

Wenn jemand ausfällt, kümmert sie sich um Ersatz, telefoniert die Helfer:innenliste ab oder springt selbst ein. „Ich bin auch gerne bei der Vorbereitung dabei“, sagt sie. Das nimmt man ihr gerne ab – das, was sie tut, tut sie gerne. 

 

Weitere Informationen

Veröffentlichung

So, 21. Juni 2026

Bild zur Meldung

Weitere Meldungen