Gutes vom Eltviller Tisch

Lebensmittel retten, aufbereiten, verteilen.

 
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Folge drei unserer Serie "Die Ehrenamtlichen beim Eltviller Tisch"

„Wenn Du nach Hause gehst, hast Du etwas getan, was gut ist.“ Mit diesen Worten fasst Helga zusammen, weshalb sie sich als Ehrenamtliche beim Eltviller Tisch engagiert. Seit gut eineinhalb Jahren ist sie dabei und hat es bis heute nicht bereut. „Vielleicht, weil es freiwillig ist und gut tut.“

 

Helga ist eine der Ehrenamtlichen, die für die ca. 700 Kund:innen aus Eltville, Walluf und Kiedrich gespendete Lebensmittel vorsortieren oder an der Ausgabe tätig sind. Drei Mal im Monat lässt sie sich in den Dienstplan eintragen, der zentral erstellt wird. „Wir sind eine nette Truppe“, sagt Helga, „alle sind freundlich.“ Doch die vier Stunden, die jede Schicht dauert, sind auch anstrengend. „Das Sortieren der Waren, die von anderen Ehrenamtlichen bei den Spender:innen abgeholt und zu uns gebracht werden, macht schon sehr viel Arbeit. Die Ausgabe dagegen erfolgt relativ schnell, aber man muss darauf achten, alles richtig zu machen“, berichtet sie.

 

Die Kunden zeigen ihre Berechtigungskarte vor, auf der unter anderem notiert ist, für wie viele Personen sie Waren erhalten. Das sind Basis-Lebensmittel wie Kartoffeln, Möhren, Eier, Brot. Sowie zusätzliche Wünsche, die die Ehrenamtlichen zu erfüllen versuchen, soweit die Produkte verfügbar sind. Danach wird noch aufgeräumt, die Kisten müssen gesäubert werden, die Waren in die Kühlung. „Das ist ein System mit genauen Abläufen, die muss man natürlich auch erst einmal kennen lernen.“

 

À propos kennen lernen: Bei der Arbeit beim Eltviller Tisch trifft Helga auch immer wieder neue Kolleg:innen, die wie sie unterstützen. Und selbst nach eineinhalb Jahren kennt sie bei Weitem nicht alle. Immerhin engagieren sich 100 Ehrenamtliche beim Eltviller Tisch. 

 

Als Helga in Rente ging, suchte sie nach einer Aufgabe, „die mir Spaß macht.“ Als sie einmal mit einer Bekannten im Kulturbus der Stadt Eltville unterwegs war, berichtete diese ihr von der Arbeit des Eltviller Tischs und lud sie ein, diesen kennen zu lernen. „Wir waren vor Ort, sie hat mit mir einen Rundgang gemacht und alles erklärt. Ab diesem Zeitpunkt wusste ich: Das ist es.“

 

„Ich finde es toll, dass es so etwas gibt und dass die Menschen bereit sind zu helfen“, so Helga. Und nun ist sie eine von ihnen.

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Veröffentlichung

So, 05. Juli 2026

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